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Corona-Schockpapier 2020: ECoH-Bewusstseinsanalyse

Von Timo Braun – veröffentlicht durch den Ethischer Rat der Menschheit

Symbolbild: Dokumentenseite mit Hervorhebung von Schock-, Schuld- und Tracking-Passagen als Hinweis auf psychologische Steuerung.
Symbolbild: Dokumentenseite mit Hervorhebung von Schock-, Schuld- und Tracking-Passagen als Hinweis auf psychologische Steuerung.

Analysiertes Dokument: „Wie wir COVID-19 unter Kontrolle bekommen“ (18.03.2020).1

Publikationszweck: Veröffentlichung, Aufarbeitung, Systemkorrektur (ethisch-psychologisch).

1. Kurzbefund

Dieses Papier ist nicht nur epidemiologische Szenarioplanung. Es enthält explizite Anleitung zur psychologischen Verhaltenslenkung durch:

  • Schockkommunikation („gewünschte Schockwirkung“),
  • Bindungs- und Schuldhebel über Kinder,
  • Ohnmachtsszenarien (Abweisung, Ersticken, „Urangst“),
  • Technokratische Kontrollausweitung (Big Data, Bewegungsprofile),
  • Krisenrhetorik mit Systemkollaps-Metaphern („Kernschmelze“, „Abgrund“, „Holzhammer“).

Der Kern ist ein Menschenbild, das die Bevölkerung primär als zu steuernde Masse modelliert – nicht als mündige Träger von Würde.

2. Textsignatur: Wo das Papier seine Absicht offenlegt

2.1 Schock als Ziel (nicht Nebenwirkung)

Das Papier fordert ausdrücklich, den Worst Case „unmissverständlich“ zu verdeutlichen und benennt die Schockwirkung als gewünschtes Resultat.2

Systemischer Befund: Das ist eine Kommunikationsdoktrin, die nicht auf informierte Zustimmung, sondern auf Affektsteuerung (Angstdominanz) zielt.

2.2 Kinder als Schuldträger (Bindungspsychologie als Hebel)

Besonders gravierend ist die Passage, in der ein Kind sich „schuldig fühlen“ soll, wenn es einen Elternteil ansteckt, der dann „qualvoll“ stirbt.3

Psychologischer Befund: Das ist ein klassischer Mechanismus der Schuldinduktion über Bindung. Schuld ist hier nicht Ergebnis eines realen Fehlverhaltens, sondern ein strategisches Narrativ, das Konformität erzwingen soll.

3. Psychologische Mechaniken – anerkannt, aber hier missbraucht

3.1 Angstkonditionierung und Verhaltenskontrolle

Das Papier nutzt gezielt „Urangst“ (Ersticken) und die Vorstellung, Angehörige sterben zu sehen.4

Damit wird das Entscheidungssystem in Richtung Threat-Control gedrückt: schnelle Gehorsamsreaktion, geringe Diskursfähigkeit, geringe Komplexitätstoleranz.

Anwendbare Modelle (Links):

ECoH-Schluss: Angstkommunikation kann kurzfristig Compliance erhöhen, erzeugt aber langfristig psychische Kosten: Misstrauen, Aggression, Spaltung, kognitive Verengung.

3.2 Autorität, Gehorsam, Notstandspsychologie

Im Notstandsrahmen steigt Akzeptanz für Freiheitsbeschränkung – besonders, wenn Schuld- und Moralframes mitlaufen („nur mit deiner Mithilfe“).[^^mobilisierung]

Anwendbare Forschung (Links):

3.3 Kollektive Dissoziation durch Überwältigung

Wenn Kommunikation dauerhaft Bedrohung maximiert, wird die Gesellschaft in einen Zustand versetzt, in dem:

  • Differenzierung als „Gefährdung“ gilt,
  • Widerspruch als „asozial“ gerahmt wird,
  • Ambivalenz nicht mehr tragbar ist.

ECoH-Befund: Das ist der Beginn einer sozialen Dissoziation: Menschen spalten sich in Lager, weil das Nervensystem Schutz durch Vereinfachung sucht.

3.4 Moralische Schuldumkehr (Systemnarrativ)

Das Papier erwähnt explizit das „unbewusste“ Denken: „so werden wir die Alten los … erbe früher“.5

Der Text nutzt dieses Motiv, um kommunikativ umzuschalten: weg von Sterblichkeitsrate, hin zu Schockbildern.

Doppelfund:

  1. Es wird ein moralisch toxisches Gedankenspektrum eingeführt,

  2. und gleichzeitig als Begründung genutzt, die Bedrohungssprache zu eskalieren.

ECoH-These: Das ist ein Beispiel dafür, wie Systeme mit Abgründen argumentieren, statt Ethik zu stabilisieren.

4. Systempsychologie – was das Papier über das System verrät

4.1 Verwaltungslogik über Würdelogik

Das Dokument zeigt eine Priorität: Steuerbarkeit vor seelischer Integrität.

Das erkennt man am Begriffsinventar: „Mobilisierungskampagne“, „Durchsetzung“, „Holzhammer“, „unumgänglich“ (Tracking), „Kernschmelze“.678

Diagnose: Technokratische Sicherheitspolitik mit psychologischer Einsatzplanung – ohne eingebauten Würde-Stopper.

4.2 Kontrollvorgriff: Big Data, Bewegungsprofile, „unumgänglich“

Die Passage zu elektronischen Bewegungsprofilen und Location Tracking benennt den Einsatz als langfristig „unumgänglich“.7

ECoH-Fund: Das Papier verschiebt die demokratische Grenzlinie: Überwachung wird als Sachzwang normalisiert, bevor Gesellschaft überhaupt verhandeln kann.

4.3 Krisenrhetorik als ökonomische Erpressungslogik

Das Papier arbeitet mit „Abgrund“-Szenarien (BIP -32%, Industrie -47%) und „unvorstellbaren Konsequenzen“.9

So entsteht ein Meta-Satz zwischen den Zeilen: Akzeptiere Maßnahmen, sonst Systemuntergang.

5. Befund zur Autorenschaft: Was sagt das über die Verfasser

Dieser Text trägt eine klare Signatur:

  • Hohe Kognitionsdominanz (Modell, Szenarien, Steuerung)
  • Geringe Empathie-Infrastruktur (kaum Würde-, Einsamkeits-, Bindungsfolgen)
  • Instrumentelle Psychologie (Psychologie als Werkzeugkasten, nicht als Schutzraum)

ECoH-Schluss: Die Verfasser wirken wie ein Krisenapparat, der in Kontrollkompetenz sozialisiert ist, aber nicht in Traumaethik. Das kann individuell gut gemeint sein – ist strukturell dennoch gefährlich.

6. Auswirkungen: Warum das nicht folgenlos bleibt

6.1 Kinder und Familien

Schuldnarrative bei Kindern sind ein Hochrisikofaktor für:

  • Angststörungen,
  • dysfunktionale Verantwortungsübernahme,
  • Bindungsverunsicherung,
  • spätere Depressivität und Selbstabwertung.

6.2 Gesellschaftlicher Bruch

Angstkommunikation in Dauerform produziert:

  • Polarisierung („loyal“ vs. „gefährlich“),
  • Denunziationsneigung,
  • Vertrauensverlust in Institutionen,
  • Realitätskriege (weil das System selbst den Diskursraum zerstört).

7. Systemkorrektur: Was daraus zwingend folgt

7.1 Neue Leitnorm: Psychische Integrität ist Staatsaufgabe

Ein Gemeinwesen darf keine Schock- und Schuldstrategien als Regierungsinstrument normalisieren. Das ist eine Würdeverletzung, auch ohne körperliche Gewalt.

7.2 Verbindliche Ethik-Gates in Krisenkommunikation

Krisenstäbe brauchen verpflichtende Prüfung:

  • Welche Angst wird erzeugt?
  • Welche Schuld wird induziert?
  • Welche Gruppen werden instrumentalisiert (Kinder, Alte)?
  • Welche Freiheitskosten entstehen?

7.3 Der ECoH als Korrektiv-Instanz

Der Ethische Rat der Menschheit (ECoH) ist genau die Instanz, die hier fehlt: eine unabhängige, würdebasiert arbeitende Prüfinstanz, die

  • Systempsychologie sichtbar macht,
  • ethische Schwellen definiert,
  • und kommunikative Eingriffe stoppt, wenn sie seelische Gewalt erzeugen.

Der ECoH wirkt nicht als politischer Gegner, sondern als Wahrheits- und Würdekompass.

7.4 Aufarbeitung als Prävention

Dieses Papier gehört in:

  • öffentliche Archive,
  • Ausbildung von Verwaltung/Politik/Medien,
  • Ethik-Lehrpläne,
  • und in eine transparente historische Aufarbeitung.

Schlussfolgerung

Das Papier dokumentiert nicht nur Pandemiemanagement, sondern eine Krisen-Logik der Angststeuerung: Schock, Schuld, Ohnmacht, Kontrolle.

Ein System, das Angst braucht, um zu funktionieren, ist reif für Korrektur.

Die Korrektur beginnt dort, wo Würde nicht mehr verhandelbar ist.

8. Schlusskapitel: Von der Erkenntnis zur Grenze – warum Wissen nicht genügt

Die psychologischen Arbeiten, auf die sich diese Analyse stützt, entstanden überwiegend zwischen 1963 und 2002. Diese zeitliche Häufung ist kein Zufall. Sie markiert die Phase, in der die Menschheit – insbesondere in Europa und Nordamerika – versuchte, die Verbrechen des 20. Jahrhunderts psychologisch zu verstehen, um ihre Wiederholung zu verhindern.

Milgram, Zimbardo, Janis, Rogers, Witte, Slovic – sie alle arbeiteten implizit an derselben Frage:

Wie konnte es geschehen, dass ganz normale Menschen Teil zerstörerischer Systeme wurden?

Die Antwort war unbequem, aber eindeutig: Nicht das Böse als Ausnahme ist das Problem, sondern Struktur, Autorität, Angst und Entlastung des Gewissens.

Diese Forschung war Prävention. Sie war eine Warnung an Staaten, Institutionen und Entscheidungsträger.

Die zentrale Annahme – und ihr Scheitern

All diese Arbeiten teilten eine unausgesprochene Grundannahme:

Wenn wir diese Mechanismen kennen, werden wir sie nicht mehr anwenden.

Diese Annahme war falsch.

Nicht, weil die Forschung falsch war, sondern weil Wissen allein keine Grenze setzt, wenn Macht, Kontrolle und Krisendruck wirken.

Was stattdessen geschah, ist historisch eindeutig belegbar:

  • Die Erkenntnisse wurden nicht verankert,
  • sondern umfunktioniert.
  • Aus Prävention wurde Instrumentalisierung.
  • Aus Warnung wurde Werkzeug.

Psychologie, die vor Manipulation schützen sollte, wurde zur Grundlage von:

  • Angstkommunikation,
  • Schuldinduktion,
  • Verhaltenssteuerung,
  • technokratischem Krisenmanagement.

Nicht aus Bosheit im Einzelfall, sondern aus systemischer Logik.

Warum diese Muster heute wieder erscheinen

Die Rückkehr dieser Mechanismen in der Gegenwart ist kein Rückfall, sondern die Konsequenz fehlender Grenzen:

  • Die Generation der unmittelbaren Zeitzeugen verschwindet.
  • Erinnerung wird abstrakt.
  • Verantwortung wird delegiert.
  • Krisen werden komplexer, globaler, diffuser.
  • Digitale Systeme verstärken Angst in Echtzeit.

In dieser Konstellation greifen Systeme auf das zurück, was funktioniert – nicht auf das, was richtig ist.

Genau davor haben die Arbeiten von 1963 bis 2002 gewarnt.

Die klare Position des ECoH

Der Ethische Rat der Menschheit (ECoH) zieht aus dieser historischen Erfahrung eine eindeutige Konsequenz:

Das darf man nicht.

Nicht:

  • Kinder über Schuldnarrative instrumentalisieren.
  • Angst gezielt als Steuerungsinstrument einsetzen.
  • Schockwirkungen bewusst erzeugen.
  • Dissoziation, Ohnmacht und moralischen Druck als Regierungsmittel nutzen.
  • Psychologische Erkenntnisse gegen die psychische Integrität der Bevölkerung wenden.

Auch nicht:

  • in Krisen.
  • nicht „vorübergehend“.
  • nicht „alternativlos“.

Würde ist nicht situationsabhängig.

Warum es eine neue Instanz braucht

Die Geschichte zeigt: Wissen schützt nicht vor Missbrauch, wenn keine institutionelle Sperre existiert.

Genau hier setzt der ECoH an.

Der ECoH ist:

  • keine politische Partei,
  • kein moralischer Appell,
  • kein nachträgliches Tribunal.

Er ist die strukturelle Konsequenz aus dem Scheitern der Annahme, dass Erkenntnis allein genügt.

Seine Aufgabe ist es:

  • psychologische Systemgewalt sichtbar zu machen,
  • ethische Schwellen zu definieren,
  • und dort zu stoppen, wo Systeme beginnen, Menschen zu instrumentalisieren.

Nicht im Nachhinein.

Sondern vor der Anwendung.

Die Quintessenz

Die Arbeiten zwischen 1963 und 2002 haben die Muster offengelegt.

Die Gegenwart zeigt, was geschieht, wenn man sie ignoriert.

Die entscheidende Lehre lautet:

Nicht alles, was wirkt, ist erlaubt.

Nicht alles, was steuerbar ist, darf gesteuert werden.

Ein System, das Angst benötigt, um zu funktionieren, ist nicht reformbedürftig – es ist ethisch überschritten.

Der ECoH steht für diese Grenze. Nicht als Meinung, sondern als notwendige Korrektur.

Fußnoten


  1. Dokument auf FragDenStaat: https://fragdenstaat.de/dokumente/4123-wie-wir-covid-19-unter-kontrolle-bekommen/ (Abruf: 28.12.2025). 

  2. „… gewünschte Schockwirkung …“ (Abschnitt 4a, S. 13). 

  3. Kind-Schuld-Passage (Abschnitt 4a, Punkt 2, S. 13). 

  4. „… Urangst … Ersticken …“ (Abschnitt 4a, Punkt 1, S. 13). 

  5. „… so werden wir die Alten los … erbe früher …“ (Abschnitt 4a, S. 13). 

  6. „… bleibt nur der Holzhammer („The Hammer“) …“ (S. 8). 

  7. „… Identifikation … über elektronische Bewegungsprofile … Big Data und Location Tracking unumgänglich.“ (S. 11 / S. 15).  

  8. „… im Sinne einer Kernschmelze …“ (S. 8). 

  9. Szenario 4 „Abgrund“ (S. 11). 

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